Die Kunsthoch3-Ausstellung bringt Wittig-Werke nach Hamburg

Als großer Fan der Hanse-Stadt freut sich Jens-Christian Wittig sehr über die KunstHoch3-Ausstellung, die in Hamburg 40 seiner Werke zeigt. Darunter auch einige Bilder, die genau dort vor einigen Jahren entstanden sind.

Großer Burstah 37, 20457 Hamburg

21. - 31. Oktober 2021, täglich 11 bis 18 Uhr (außer montags)

Nach den Vorgaben der Stadt Hamburg ist ein Besuch nur im Rahmen von 2G zugelassen. Wir bitten um Verständnis! 

„Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.“ (Theodor W. Adorno)

JCW  – Jens-Christian Wittig

Ein Künstler-Porträt von Susi Groth anlässlich seiner Ausstellung in Hamburg

Steht man als Betrachter vor einem Bild von Jens Christian Wittig ist man hingerissen und verwirrt, fasziniert und verblüfft zugleich. JCWs zumeist großformatige Arbeiten sind farbgewaltig, komplex, tiefgründig – elektrisierend und berührend. Und immer schwingt in seinen Werken eine gewisse Ambiguität mit: „Das Schöne, wonach ich immer strebe, birgt auch das Böse, die Bedrohung, den Niedergang in sich. Nichts, was wir heute unser Eigen nennen, lässt sich festhalten. Ständig müssen wir uns neu erfinden, um zu überleben. Wir schwimmen mit dem Strom – und kämpfen gleichzeitig gegen ihn an.“ In jedem seiner Bilder steckt daher die Botschaft: Nichts ist, wie es scheint. Schaut genau hin. Hinterfragt. Die Welt. Und auch euch selbst.

Painted by a lens

Unter dem Motto „Painted by a lens“ hat der Digitalkünstler vor einigen Jahren eine ganz neue Kunstrichtung geschaffen. Wittigs Arbeiten nutzen zwar fotografische Techniken, sind aber von der Fotografie weit entrückt. Viel mehr ist die Nähe zur Lasurmalerei auszumachen. Die Vielschichtigkeit, Mehrdimensionalität und Farbexplosivität seiner Bilder sind jedoch mit den Modi der klassischen Malerei nicht erreichbar. Wittig gelingt damit ein bis heute einmaliger Brückenschlag zwischen Malerei und Fotografie.

Seine einzigartige Kunst basiert auf einer speziellen Form der digitalen Dekomposition und Verfremdung. In einem aufwendigen Prozess zerlegt er digital gewonnene Strukturen in ihre Einzelteile und komponiert sie neu – überlagert und überzeichnet sie hundertfach und ordnet Raum, Form, Farbe und Licht in einem, ihm ganz eigenen, kreativen Duktus individuell an. So entstehen fremde Welten und Wesen, die jedoch unglaublich vertraut erscheinen – und gleichzeitig im Auge des Betrachters eine gewisse Perplexität auslösen.

Visuell geprägt von Kindheit an

Der Künstler, der 1962 in Weimar geboren wurde und dort auch aufwuchs, studierte in den 80er Jahren Landschaftsarchitektur, Städtebau und Bildende Kunst an der Technischen Universität Dresden und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Bereits als Kind und in seiner Jugend malte, zeichnete und fotografierte Jens-Christian Wittig mit großer Hingabe. Mit Beginn der Digitalfotografie lotete er Stück für Stück die Möglichkeiten der digitalen Technologien und Gestaltungsmöglichkeiten immer weiter aus – bis er daraus eine eigene, seine eigene Kunstrichtung schuf. Mal sinnlich. Mal opulent. Mal gegenständlich. Mal abstrakt.

Inspiration für seine Werke holt sich der leidenschaftliche Segler und Weltenbummler vor allem auf seinen Reisen. Eine große Vorliebe hegt der Künstler dabei für besondere Architektur, das maritime Flair und für spezielle Lichtverhältnisse. Wittig kreiert dabei Bilderwelten, mit dem Ziel, das Unterbewusstsein des Betrachters anzusprechen. Ausladende Erklärungen und detailreiche Beschreibungen seiner Kunst findet er unnötig. Ein Wittig-Bild spricht seine eigene Sprache. Ästhetisch. Formschön. Anziehend. Und immer ein bisschen geheimnisvoll.

Kunstvolle Ambiguität

Seine Botschaften sendet Wittig gern verschlüsselt. Durch die erzeugte Ambiguität ist jeder Betrachter angehalten auf seine eigene, ganz individuelle Betrachtungsreise gehen. Die Augen spazieren dabei durch ein Labyrinth von abertausenden grafischen Daten, die übereinander gelagert – mal harmonisch, mal dissonant – miteinander korrespondieren. Und immer wieder entdecken sie dabei neue Details, die sie in ihren Sog ziehen und in denen sie sich verlieren… Eine schier unendliche visuelle Reise. Ähnlich wie das Leben selbst.


JCWs Kunst ist mittlerweile international etabliert und regelmäßig auf den weltweit renommierten Kunstmessen zu sehen, so auf der Art New York, der Art Miami und der Art Palm Beach. Ebenso bei Ausstellungen in Chicago, Los Angeles, Frankfurt, Hamburg, Berlin und natürlich in seiner Heimatstadt Weimar.

JCW – Jens-Christian Wittig

An artist portrait by Susi Groth on the occasion of his exhibition in Hamburg.

If you stand in front of a picture by Jens Christian Wittig as a viewer you are entranced and confused, fascinated and amazed at the same time. JCW’s mostly large-format works are colorful, complex, profound – electrifying and touching. And there is always a certain ambiguity in his works: “The beautiful, which I always strive for, also harbors evil, threats and decline. Nothing that we call our own today can be captured. We constantly have to reinvent ourselves in order to survive. We go with the flow – and at the same time fight him. ”In each of his pictures there is therefore the message: Nothing is what it seems. Look closely. Question everything. The world. And yourselves too.


A few years ago, the Weimar-born artist created a completely new art direction under the motto “Painted by a lens”. Wittig’s works use photographic techniques, but they are far removed from photography. The proximity to glaze painting can be seen much more. The complexity, multi-dimensionality and color explosiveness of his pictures, however, cannot be achieved with the modes of classical painting. Wittig succeeded in building a bridge between painting and photography that is still unique today.


His unique art is based on a special form of digital decomposition and alienation. In an elaborate process, he breaks down digitally obtained structures into their individual parts and composes them anew – superimposes and overdraws them a hundred times and arranges space, shape, color and light individually in a creative style that is very unique to him. This creates strange worlds and beings, which, however, appear incredibly familiar – and at the same time trigger a certain perplexity in the eye of the beholder.

 

The artist, who was born in Weimar in 1962 and grew up there, studied landscape architecture, urban planning and the fine arts at the Technical University of Dresden and the Dresden University of Fine Arts in the 1980s. As a child and in his youth, Jens-Christian Wittig painted, drew and photographed with great devotion. With the beginning of digital photography he explored the possibilities of digital technologies and design possibilities bit by bit – until he created his own, his own art direction. Sometimes sensual. Sometimes opulent. Sometimes representational. Sometimes abstract.

The passionate sailor and globetrotter draws inspiration for his works primarily from his travels. The artist has a great preference for special architecture, maritime flair and special lighting conditions. Wittig creates worlds of images with the aim of addressing the subconscious of the viewer. He finds expansive explanations and detailed descriptions of his art unnecessary. A Wittig picture speaks its own language. Esthetic. Shapely. Attractive. And always a little mysterious.

Wittig likes to send his messages encrypted. Due to the ambiguity created, every viewer is encouraged to go on his own, very individual journey of observation. The eyes walk through a labyrinth of thousands and thousands of graphic data that are superimposed – sometimes harmoniously, sometimes dissonant – corresponding with one another. And again and again they discover new details that pull them into their suction and in which they lose themselves … An almost endless visual journey. Similar to life itself.

JCW’s art is now internationally established and can be seen regularly at world-renowned art fairs such as Art New York, Art Miami and Art Palm Beach. Also at exhibitions in Chicago, Los Angeles, Frankfurt, Hamburg, Berlin and of course in his hometown Weimar.